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Rohöle und Ölprodukte sind Stoffgemische aus einer Vielzahl unterschiedlicher Verbindungen. Der größte Anteil entfällt dabei auf Kohlenwasserstoffe. (Van BERNEM 1996). Die Auswirkungen von Öl auf die Umwelt sind so vielfältig wie dessen Bestandteile (SRU 2003) und daher in ihrer Gesamtheit kaum erfassbar. Allgemein sind leichte Ölprodukte, wie z.B. Dieselöl toxischer als Rohöl, dieses wiederum ist schwieriger abbaubar. Öl ist im marinen Milieu (im Wasser) einer Reihe von physikalischen und chemischen Veränderungen ausgesetzt, die wesentlich den Fortbestand eines Ölflecks bestimmen. Zu den wichtigsten Prozessen gehören Verdunstung und Photooxidation der leicht flüchtigen Ölbestandteile Bildung von „chocolate mousse“, einer sehr stabilen „Wasser-in-Öl-Emulsion“, die das 4-fache Volumen der ursprünglichen Menge betragen kann und nur sehr schwer zu bekämpfen ist Bildung von Ölklumpen („tar balls“) unterschiedlicher Größe, die zum sogenannten „tainting“ von Organismen und Fischernetzen führen können Dispersion in der Wassersäule durch Wellenbewegungen Lösung im Meerwasser (z.T. resultieren stark toxische Lösungen) Anlagerung an Schwebstoffe und Sedimentation auf den Meeresgrund Der natürliche Abbau von Öl im Meer wird als Biodegradation bezeichnet. Darunter versteht man den Abbau des Öls durch Organismen. Die Mehrzahl der Meeresorganismen ist in der Lage, aufgenommenes Öl in wasserlöslichere Stoffwechselprodukte umzuwandeln und auszuscheiden. So ist der Abbau einfacher Aromaten durch planktische Cyanobakterien und Algen nachgewiesen. Einige Erdölkohlenwasserstoffe sind jedoch schon in mäßigen Konzentrationen für die betreffenden Tiere toxisch und können somit nicht abgebaut werden. Die Biodegradation durch Mikroorganismen (Bakterien und Pilze), die das Öl als Kohlenstoffquelle nutzen, macht den größten Anteil aus. Da sich die ölabbauenden Bakterien wie Bakterien allgemein durch sehr hohe Vermehrungsraten auszeichnen, sind sie auch in der Lage, auf günstige Umweltbedingungen mit einem raschen Bestandsanstieg zu reagieren. Die unterschiedlichen, im Öl enthaltenen Stoffgruppen unterscheiden sich in der Geschwindigkeit ihres Abbaus. Der mikrobielle Abbau verlangsamt sich mit zunehmendem Molekulargewicht und steigender Zahl an Verzweigungen und Substitutionen. Am schnellsten werden unverzweigte Alkane abgebaut, gefolgt von einfachen Aromaten. Der Abbau von Isoalkanen, Cycloalkanen und kondensierten Aromaten nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch. Die durch Photooxidation von Erdölkohlenwasserstoffen entstehenden Produkte unterliegen ebenfalls nur einem langsamen biologischen Abbau. Die Rangfolge der verschiedenen Stoffgruppen hinsichtlich der Abbaugeschwindigkeit kann allerdings in Abhängigkeit von den Umständen variieren. Faktoren, die den Abbau durch Bakterien positiv beeinflussen sind hohe (Wasser-)Temperatur Oberfläche des Öls (Vergrößerung ggf. durch Einsatz von Dispersionsmitteln) ausreichende Sauerstoffversorgung Nährstoffversorgung der Bakterien geringe Menge an Fressfeinden Die oben geschilderten Abbauwege des Öls im Meer haben unterschiedliche Anteile, die je nach den Umständen variieren können. Als Faustregel gilt, dass kurz nach einem Unfall der relative Anteil schneller Abbauprozesse wie z.B. Verdunstung größer ist, während der mikrobielle Abbau erst später an Bedeutung gewinnt.

Biosativa enthält „natürliche“ Tenside

Tenside sind Substanzen, die auf die Oberflächenspannung der Grenzfläche zwischen zwei Phasen einwirken. Der Name ist vom lateinischen tensus (von tendere – spannen, straff anziehen) abgeleitet. Beim Einsatz in der Lebensmitteltechnik werden sie als Emulgator bezeichnet. Diese Eigenschaften erlangen sie durch ihren atomaren Aufbau. Tenside bestehen allgemein aus einem hydrophoben (wasserabweisenden) Teil aus Kohlenwasserstoffen und einem hydrophilen (wasserfreundlichen, in Wasser löslichen) Rest, man sagt, sie sind amphiphil. Tenside bewirken, dass zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten (z.B. Öl in Wasser) sich zu einer so genannte Emulsion vermengen können. Künstlich hergestellte Tenside sind z.B. Seife. Natürlich vorkommende sind Lecithin und Fette. Aufgrund ihres amphiphilen Charakters lagern sie sich dem fettliebenden Teil an den Öltröpfchen an. Durch den wasserliebenden Teil kann das Öltröpfchen im Wasser in Lösung gehalten werden. Tenside sind die eigentlichen waschaktiven Substanzen in Waschmitteln. Durch den Einsatz von BBMPi und Biosativa kann der zusammenhängende Ölteppich im Wasser aufgebrochen bzw. dispergiert werden. Vor allem im Küstenbereich kommt es durch Seegang und Brandung zu einer intensiven Vermischung und der zusammenhängende Ölteppich wird aufgelöst. Die Oberfläche wird enorm vergrössert, sodaß die im Wasser enthaltenen Mikroorganismen wesentlich mehr Angriffsfläche zur Verfügung haben. Außerdem wird das Anhaften der Öltropfen mit dem Sedimente verhindert. Damit funktioniert BBMPi und Biosativa ähnlich wie die bereits eingesetzten chemischen Dispergatoren, allerdings mit dem entscheidenden Vorteil, dass BBMPi und  aus natürlichen Grundsubstanzen bestehen, die einwandfrei biologisch abgebaut werden können und auch beim Einsatz der umgebenden Unterwasser Flora und Fauna nicht schaden.   BBMPi a.s.